Im Norden Australiens, wo das Leben warm und gemächlich zu sein scheint, wo der Gedanke vieler Touristen, hierher sollte man auswandern, um es ebenfalls hübsch warm und gemächlich zu haben, ihr größter gemeinsamer Nenner ist – an diesem Ort herrscht Terror. Terror einer Art und Weise, die Gerüchten zufolge bereits Frank Schätzing alarmiert haben soll. Der sich zurzeit gegen den Strom flüchtender Anwohner und Besucher seinen Weg bahnen könnte, um eine Tierart beim Marodieren zu beobachten, die bislang offenbar zu Unrecht für besonders geduldig gehalten wurde.
Das Kamel, ein einst als Gastarbeiter importiertes Tier und somit anders als das Känguruh in diesem Land ohne angestammte Rechte, konnte sich in der Gegend um Darwin erfolgreich vermehren und sich außerdem dem Zugriff von Liebhabern des unter Aussies weltberühmten “Camel Shnitzel” erwehren. Eine geschätzte Population von einer Million Tiere bevölkert nun als weltgrößte Kamelherde das Outback, und zumindest von zirka 6000 besonders durstigen Kreaturen ist jetzt bekannt geworden, dass sie die Ortschaft Dock River belagern, auf der Suche nach Wasser. In Gruppen stehen sie vor den Häusern der Einwohner, strecken ihre Köpfe durch fahrlässig offen stehende Fenster und richten jüngere Generationen bereits darauf ab, die Drehknäufe der Türen selber zu betätigen, sofern man ihnen auf freundliches Belagern allein nicht Eintritt gewährt.
Damit die Menschen in Dock River wieder ihr entspanntes Outdoor living mit viel Barbecue und noch mehr Bier wieder aufnehmen können, möchten die lokalen Verantwortlichen für Recht und Ordnung die Kamele mit Hubschraubern des Menschenortes verweisen, um sie im Outback dann in großen Mengen zu erschießen und zur Verwesung liegen zu lassen. Das scheint selbstverständlich die beste Idee zu sein, die man haben kann, wenn man Australier ist. Vielleicht aber wird Herr Schätzing noch intervenieren und mahnend darauf hinweisen, dass durch die großen Mengen toten Fleischs die Zahl benachbarter Geier und Dingos, Würmer und Fliegen signifikant ansteigen wird. Und aus denen wird sich beim besten Willen kein Schnitzel mehr zaubern lassen. Wer trotzdem noch auswandern möchte, sollte sich entsprechend mit übergroßen Fliegenklatschen ausrüsten. Türen mit Kartensystem wären auch keine schlechte Idee.

Man kennt ja diese Friseur-Saison-Kollektionen, meist sind sie bemüht kunstvoll (für die Redaktionen) oder schrecklich und gähnend langweilig (für die Branche) inszeniert.
Ich habe es getan und finde: Ja, man sollte auch das mal getan haben. Das, wovon man gerüchteweise hört. Das, was man für gewöhnlich nicht tut, weil es nur jene tun, die anders leben. In diesem speziellen Fall saß ich aber schon vor 9 Uhr (fragt nicht!) auf dem Parkplatz vor 

Oud – das ist, in einem Wort, DAS Parfümeur-Avantgarde-Thema der letzten zwei, drei Jahre. Vielleicht auch, weil global operierende Kosmetik- und Duft-Unternehmen einen wachsenden Markt im Mittleren Osten und Vorderen Orient bedienen? Auf jeden Fall können sie sich dort des Ouds bedienen – vorausgesetzt, sie bringen das nötige Geld mit und den Willen, es auszugeben. Denn Oud ist teuer. Das Öl ist selten, wird aus dem Harz eines speziellen Holztyps gewonnen und wurde in arabischen Ländern klassischerweise von Angehörigen der Königsfamilien getragen. Mit anderen Worten: Wird echtes Oud verwendet, kann man mit ziemlicher Sicherheit von einem teuren Parfüm ausgehen.
Die wilde Süße von Lakritz im Reigen mit Anis und Myrrhe, Iris und Jasmin, angeweht von einem Hauch Veilchen und Vanille über einem Beet aus Tonkabohne – was schwer nach atemberaubendem Parfüm klingt, kommt erstaunlich leicht daher:
Wahre Schönheit, bezeugt jedes Prominenz-Persönchen, das man um sein Beauty-Geheimnis befragt, kommt von innen. Als sicher gilt: Sie misst sich nicht an Falten oder glatter Haut – ich kenne zum Beispiel Menschen, die könnten sich noch so viele Alterserscheinungen kaschieren lassen, aus denen würde trotzdem kein attraktiveres Modell.
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