18. November 2009

Locations

Ich bin das Volk

Ich habe es getan und finde: Ja, man sollte auch das mal getan haben. Das, wovon man gerüchteweise hört. Das, was man für gewöhnlich nicht tut, weil es nur jene tun, die anders leben. In diesem speziellen Fall saß ich schon vor 9 Uhr (fragt nicht!) auf dem Parkplatz vor Ikea, Wo man um 9.30 Uhr die Tür öffnet, um Menschen zum schwedischen Fließband-Frühstück zu bitten. Oder wäre eher das Wort “nötigen” angebracht? Egal.

Während eine Handvoll Geduldige vor einer Absperrung den Startschuss in die Wohnausstellung herbeisehnte, war im Restaurant jedenfalls jeder Tisch besetzt! Ungelogen. Ich wich aus auf einen Hocker am Rund einer verwaisten Kinderwelt mit zwei labberigen Pancakes unter einer warmen Kirschsoße, zusammengekocht aus Schattenmorellen aus dem Glas mit Zuckerwasser, sowie einem Gratis-Cappucino, den ein Automat herausgespotzt hatte (4,20 €). Und weiß jetzt zumindest: jedes Gerücht darüber, dass die Leute ernsthaft zu Ikea fahren, um zu frühstücken, stimmt.
happy-meal
Nach dieser Once-in-a-lifetime-Erfahrung fehlt mir aktuell nur: das Frühstück bei McDoof. Aber der Ausflug kommt, ganz sicher. Ich muss mich nur erst etwas sammeln. Dann sind die McMuffins dran.

Menschen sind eine zu verstörende Spezie, um sie nicht hin und wieder in ihren natürlichen Habitaten zu beobachten.

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