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Champagner – aus Hopfen & Malz

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1578 Fürst Wallerstein Edition PrivéeWahre Schönheit, bezeugt jedes Prominenz-Persönchen, das man um sein Beauty-Geheimnis befragt, kommt von innen. Als sicher gilt: Sie misst sich nicht an Falten oder glatter Haut – ich kenne zum Beispiel Menschen, die könnten sich noch so viele Alterserscheinungen kaschieren lassen, aus denen würde trotzdem kein attraktiveres Modell.

Das, was wir zu uns nehmen, ist zudem weitaus entscheidender, wenn es um den Zustand und das Erscheinungsbild der Haut geht, als Kosmetik. Gutes, ausgewogenes Essen, Zigarettenverzicht, ausreichend Schlaf und der maßvolle Umgang mit Rauschmitteln sind entscheidende Faktoren. Was nicht heißt: Abend für Abend früh ins Bett, bloß keinen Drink, von morgends bis abends Hirsebrei, und Schoki steht auf dem Index. Im Gegenteil, bedeutet Spaß und Lebenslust doch Glücksbotenstoff-Auschüttung pur. Und durchblutete Haut ist nun mal die schönste. In jedem Land.

Deshalb poste ich an dieser Stelle ausnahmsweise ein Alkoholgetränk. Selbstredend nicht irgendeins aus dem unteren Rewe-Regal, sondern eher die Upper Class der beliebtesten legalen Drogen: das Bier derer zu Oettingen-Wallerstein. In einer dunklen, vornehm verkorkten 0,75-Literflasche wartet dieses von einem der ältesten Adelsgeschlechter Deutschlands gebraute Edelbier auf seinen großen Moment und hat daher schon optisch gewisse Gemeinsamkeiten mit Champagner. Doch auch der Entstehungsprozess von 1598, so der dezent zurückhaltende Name, weist Gemeinsamkeiten mit dem französischsten aller Luxussgetränke auf: Die dreimal (statt wie üblich einmal) vergorene Hefe – ein Verfahren, das einzigartig in der Bierherstellung ist und für ein aromenreiches Geschmackserlebnis sorgt – ist derselbe Stamm, der auch in führenden Weinkellern verwendet wird.

Und selbst die Wahl des Glases spielt beim Genuss eine Rolle. Getrunken wird das weiche, klar bernsteinfarbene Gebräu, wie der eigens beauftragte Sommelier Rüdiger Meyer ermittelt hat, vorzugsweise aus leicht bauchigen, nach oben verjüngten Gläsern wie dem abgebildeten: Nur in dieser Art Gefäß entwickelt 1598 Fürst Wallerstein seine Aromen von Wein, Beeren und Kirschen am besten und passt dann als Aperitif vorzüglich zu geräuchertem Fisch, Gänseleber, Wild, Käse und Schokolade.

Ich befürchte, es macht glücklich. Trotz Champagner-Preis.

1598 Fürst Wallerstein Edition Privée, 9% Vol-%, in ausgesuchter Gastronomie oder direkt im fürstlichen Brauhaus in Wallerstein. Bei Wein Karrer gesehen für 90 €.