Beautybiester
Ab der Post! – Und wer sonst noch auf meiner Website schreibt
Bloggen ist ja nicht viel mehr als lautes Denken. Ich weiß ja nicht, wie Sie das sehen, aber ich frage mich schon ziemlich häufig: Was geht eigentlich in deren/dessen Kopf vor? Oder früher, als ich noch Männer gefragt habe, woran denkst du gerade, und es kam eigentlich nie eine befriedigende Antwort? Das ist jetzt Vergangenheit. Heute weiß man dank WWW ziemlich genau, was “die da” alles so denken. Manchmal ausführlicher, als man es jemals wollte. Und nicht in jedem Fall interessanter als das Schweigen der Männer. Aber das hat ja auch niemand versprochen.
Auch meine Gedanken kreisen hier also etwas weniger leise um nichts und alles – ganz wie im wahren Leben (BEAST). Schick vernetzt in den unendlichen digitalen Welten, muss ich mich in der analogen nirgendwo mehr lange erklären – was machen Sie eigentlich, ach, schreiben, wo kann man denn von Ihnen lesen … (WORK) Ich kann nach Belieben über meine Lieblings-Oberflächen Mode, Stil und Beauty schwadronieren, ohne dass mich dazu irgend jemand erst beauftragt und dann einschränkt (BEAUTY). Und wenn ich hier ein ganz doll interaktives Mitmach-Drehmuch schreiben wollte – ist alles drin.
Das werde ich als berufstätige Mutter mit einem Leben, das die Bezeichnung sogar verdient, nicht den lieben langen Nerd-Tag tun, und so könnte es vereinzelt zur einen oder anderen Funkstille kommen. Aber manchmal ist es eben wichtiger, stundenlang Katzen zu kraulen oder dem Regen zuzuschauen, als seine Gedänklein unter das Volk zu tippen.
Ich liebe das Internet, deshalb mache ich mich zu einem Teil davon. Ich entscheide, was ich veröffentlichen möchte, und keine Redaktion irgend eines Mediums. Sie kennen doch diese Frage, die in Magazinen immer auftauchen, wenn den Journalisten keine bessere mehr einfällt: In welcher Zeit hätten Sie am liebsten gelebt? Weil sie so beliebt zu sein scheint, hier meine Antwort: Ich bin froh, in dieses Leben mit seinen unglaublichen Möglichkeiten geboren worden zu sein. Mich interessiert das Jetzt, und ich bin viel zu neugierig, um nicht immer schon mal über den Zaun zu schielen, um vielleicht einen flüchtigen Blick auf das Morgen werfen zu können. Gestern, in welche Vergangenheit auch immer man es verlegt, ist abgelebt; es interessiert mich nur als Ausgangspunkt für das Jetzt. Es noch einmal leben – warum? Dann könnte ich es ja nicht googlen oder wolframalphaen, oder wie immer man das jetzt nennen mag.
Oh, you can find me on facebook.com/alke.vonkruszynski, too.
Hier schreibt außerdem:
Kristine Bilkau
Ich bewundere Blogger für ihre Kontinuität und ich gebe ehrlich zu: Ein Blog würde unter meiner Hand entweder eingehen wie eine arme Orchidee oder sich in eine Mami-Kolumne verwandeln, die mit gnadenloser Redundanz ums Durchschlafen, erste Wörter oder die Anzahl an Latte Macchiatos auf den Spielplätzen der Umgebung kreiseln würde (denn neben den Job-Dingen des Lebens bin ich auch Expertin für Latzhosen in Größe 74/80, Biokarottenbrei und Bilderbücher). Meine alte Nachbarin und die Großeltern des Nachwuchses wären wahrscheinlich die einzigen Leser – oder nicht einmal die, denn sie würden wahrscheinlich die Site nicht finden …
Aber: Wozu brauche ich einen eigenen Blog, wenn ich woanders auf regelmäßige Plaudereien vorbeischauen kann, vor allem, wenn es großzügige Gastgeber gibt, die derart hübsche Räumlichkeiten wie diese hier zur Verfügung stellen?
Und wie es sich für einen Gast, der die Benimmregeln beherrscht, gehört, habe ich selbstverständlich Geschenke dabei. Keine Pralinen, keinen Blumenstrauß, keine neue Vase, sondern kleine Präsente in Wort und Bild. Die passen schließlich am besten zum Beautybiest-Style. (Kristine schreibt unter BEAUTY und dem Kürzel kb)
