Archiv für den Monat September 2009

Wimpern, die ungetuscht betören

Dienstag, 29. September 2009

eyesential-lashes-bottleDickere, längerlebigere, dunklere Wimpern – ein Träumchen für viele, die zu wenige oder zu kurze Wimperm beklagen, die keine Lust oder Zeit haben, ständig eine wie auch immer gut oder schlecht kooperierende Wimperntusche rauf, runter, rauf, runter zu schminken. Nach diversen Entwicklungsjahren und Studien ist nun ein Produkt zugelassen worden, das ursprünglich aus der medizinischen Behandlung von Grauem Star stammt: Als Nebenwirkung der Tropfen stellte sich heraus, dass die Wimperndichte an den erkankten Augen erstaunlich zunahm.

Ein Wundermittel für die Kosmetik war also ganz zufällig gefunden worden – es mussten nur die potentiellen negativen Nebenwirkungen an gesunden Augen ausgeschlossen werden. Nach einer nötigen Anpassung des Wirkstoffs an gesetzliche Kosmetik-Richtlinien entstand Eyesential Lashes. Mit einem Pinselchen abends hauchfein benetzte Wimpern-Wurzeln produzieren länger lebende, stärker wachsende Härchen – ohen großes Federlesen: Die Lösung wird einfach wie ein zarter Lidsstrich EINMAL aufgetragen, nach Wunsch auch auf das untere Lid, vorzugsweise am Abend und über 3 Monate. Nach bereits 3 Wochen sind erste Ergebnisse deutlich sichtbar. Die unerwünschten Nebenwirkungen von Wimpernwachstums-Seren der 1. und 2. Generation sollen dank des inzwischen synthetisch hergestellten Wirkstoffderivats für Eyesential ausgeschlossen sein.

Ich bin wie gewöhnlich meine eigene Testperson und berichte hier an Tag 5. Wir sprechen uns wieder …

Eyesential Lashes ist in einem Pinselflakon, 3 ml, für 70 € (ausreichend für 3 Monate) erhältlich.

Über www.eyesandfaces.de und ausgewählte Kosmetikinstitute und Parfümerien.

Sisleys Sterne leuchten den Weg zur Krippe aus

Dienstag, 29. September 2009

phyto_star_eyes_ambiance_hdEs ist ja nie zu früh, um seine Zeitplanung zu entzerren. Daher werde ich hier ab sofort in regelmäßig unregelmäßigen Abständen Geschenketipps servieren, mit deren HIlfe man prinzipiell schon früh im Dezember  alle Geschenke beisammen haben kann, die sich Freunde und / oder Familie nur wünschen können.

Den Anfang macht für die beste aller großen Schwestern Sisleys gewohnt luxuriöse Palette Phyto-Star Eyes. Das Lidschattenquartett in hochtrendiger silbriger Klapphandy-Ästhetik bietet vier vor lauter Mikropartikeln und Perlmutt-Elementen gar festlich schimmernde Nuancen: White Moon als Highlighter, Purple Rain und Pink Stellar als Farbtupfer sowie Green Stardust, das wie die anderen 3 trocken (irisierend) oder angefeuchtet (metallisch glänzend) zur Anwendung kommen kann.

Als Abrundung des aktuellen H/W-Make-up-Looks “Baroque Chic Look”, der unter anderem zwei neue Lip Shine-Nuancen (je 29,50 €)  und ein neues, apricot-farbenes Make-up der ölfreien Reihe Phyto-Teint Eclat ins Sortiment gespült hat, ist die Festtags-Palette ein echtes kleines Must have für Nachwuchs-Diven und ungekrönte Party Queens.

Sisley Palette Phyto-Star Eyes, 71 €. Ab September in den Weihnachtsregalen!

Eine Nachtcreme als Einschlafhilfe

Dienstag, 29. September 2009

press-mood-visual_72-dpiWenn wir Menschlein müde zu Bett gehen – werden einige Körperfunktionen erst richtig munter. Zum Beispiel treten gewisse Hormone erst ihre späte Schicht an, wenn der Rest des Körpers wie ausgeknipst in den Federn liegt. Dazu gehören Wachstumshormone, die auch die Regenerationsprozesse und somit die Neubildung der Haut steuern. An dieser biochemischen Schaltstelle möchten die Wirkstoffe der Juvena-Nachtcreme Rejuvenate & Correct Delining Night Cream ansetzen und an der Bildung von strukturgebenden Fibronektin, Kollagen und Elastin helfend eingreifen. Nur junge Haut nämlich schafft das mit der Regeneration in befriedigendem Maße – weshalb wir mit den älteren Hautzuständen uns über diese Unterstützung freuen dürften. Und mit anderen Worten entspannt, beruhigt und hochzufrieden in den täglich wichtiger werdenden Schönheitsschlaf sinken.

Juvena Rejuvenate & Correct Delining Night Cream, 50 ml, 74 €. Ab November erhältlich.

Alles “Oben”, nur der Look nicht

Sonntag, 27. September 2009

Freitagabend im Kino gewesen und arm dabei geworden (2 Erw 1 Kd. 34 € inkl. Rsrv-.Geb.). Wenn auch – glücklich. Wer “Oben” noch nicht gesehen hat, muss das sofort nachholen, am besten, wie wir es gemacht haben, in 3D. Das neue Kinoerlebnis hat nur zwei wirklich gravierende Nebeneffekte: Man möchte in Zukunft keine Filme mehr in 1D sehen. Und muss deshalb bislang so aussehen, wie man dann (s. o.) eben aussieht. Mein Vorschlag für finanziell klamme Designer: sofort einsteigen in die Produktion von Kino-3D-Brillen. Mark, Tom, Karl, make something UP, please!

Under the fashionable christmas tree

Freitag, 25. September 2009

burberry-london-limited-edition-09-packshotsSoeben kehrte Burberry nach vielen Jahren in Mailand zurück auf die heimische Londoner Fashion Week, um seiner Mode zwischen Glamour und Trench in einer veritablen Luxus-Orgie den angemessenen Rahmen zu geben. Die 2010-Kollektion des großartigen Designers Christopher Bailey bestand vor einem VIP-geladenen Laufsteg-Event, Anna Wintour und Carine Roitfeld, Chefredakteurinnen der US- und der französischen Vogue waren sich wenigstens in ihrem Beifall einig.

In einem Farbreigen aus zarten Rosé- und Lilatönen, geladen mit silbern und golden schimmernden Stoffen und einem Füllhorn voller Pailletten, paradierten superdünne Models in Puffärmelchen-Minis, raffiniert mehrfach geknoteten Cocktailkleidechen oder Kaschmir-Pullöverchen zu Mikrominis, die Reminiszenzen an die militärische Trenchcot-Vergangenheit hie und da ein seltener Kavalleriegürtel als gekonnter Bruch.

Dem Glam der Kollektion nehmen auch die beiden limitierten Editionen des überarbeiteten Burberry-London-Duftpaars auf, ihre grafischen Flakons schimmern metallisch in einem Hauch von Pink für Sie und eher Grapgit-faben für Ihn.

Vor allem der Männerduft dürfte Freunde und Freundinnen jenseits von Duft-Marketin-Grenzen finden, sein Appeal ist Unisex genug, um auch von Frauen getragen zu werden. Limone, grüne Ananas und Schwarze Johannisbeere im Auftakt, rundet eindeutiges, dabei dezent dosiertes Lavendel den frisch holzigen Duft während seiner Entwicklung am Körper ab. Die feminine Variante kennzeichnen Rosa Pfeffer, Mandarine und Grapefruit über englischer Rose, Alpenveilchen und Maiglöckchen. So ist die Komposition zwar eindeutig blumig, aber stört nicht mit überbordender Pudrigkeit das Geschmacksempfinden auch sensibler Nasen. Insgesamt runden die beiden das aktuelle Modebild der über-hippen Marke perfekt ab.

Burberry London for Women Special Edition, EdP 100 ml, 76 €.

Burberry London for Men Special Edition, EdP 100 ml, 70 €.

Ab Oktober.

Ein Texaner im Moschuswald

Donnerstag, 24. September 2009

Tom Ford ist das Trüffelschwein der Stilwelt – und hatte als solches gleich erkannt, dass es für Parfüms seines Namens nur einen Weg geben kann: den extravaganten. Den, der jenseits der Dufttrampelpfade in olfaktorische Abenteuer entführt. Und trotzdem treffen seine Kreationen stets den großen Nerv – eine Eigenschaft, die ihn schon als Designer-Gott von Gucci strahlen ließ.

Nun also kommt die sinnige Ergänzung seiner feinen, kleinen Düfte-Bibliothek Private Blend Collection von 2007. Ein Dutzend Unisex-Düfte hat den Anfang gemacht, irgendwann waren es 16, nun kommen vier neue auf Basis von Moschus: White Suede, Musk Pure, Jasmine Musk und Urban Musk, alle Unisex, alle mit Blick auf unterschiedliche Persönlichkeiten konzipiert. Und keines davon sonderlich schwer, anders, als die Benamsung vermuten ließe. Was Ford eignet, ist dass er wie kein zweiter versteht, seine Kreationen gleichmaßen speziell wirken zu lassen, wie mainstream sein zu lassen. Ohne dass  sich auch nur der Ruch von Gewöhnlich einschleicht. Auch mit diesen Düften dürfte es ihm gelingen, sein Publikum zu bedienen. Girls & Boys will love it, wie üblich – und das Schöne ist, dass beim Wizzard of Ford irgendwann jeder etwas passendes findet.

Tom Ford Beauty Private Blend Collection – White Musk Collection. Ab November an ausgewählten  Tom-Ford-Countern. EdP Spray, je 50 ml, 170 €

Lutens gibt sich kriegerisch

Donnerstag, 24. September 2009

muscs-koublai-khan-smallMoschus hat in diesem Jahr offensichtlich einen super Lauf. Narciso Rodriguez widmet seiner Lieblings-Ingredienz eine Musc-Edition für Sie und Ihn, Tom Fords mit Spannung erwartete, für den November avisierte Ergänzung der Private Blend Collection kreist ebenfalls um das Thema Moschus, und nun Frankreichs großer alter Mann der Duft-Extravaganzen, Serge Lutens! Sein bisher nur im Palais Royal, Paris erhältliches Muscs Koublaï Khän von 2007 beschwört die Bildgewalt des altkaiserlichen Chinas, Opiumexzesse, kriegerische Raubzüge, Kämpferschweiß und amouröse Verstrickungen inklusive. Lack und Jade, Himmel und Erde, sein Aromen-Abenteuer sucht Polarisierungen zu verbinden. Geradezu ergreifend schnörkellos der Duft-Aufbau: Kumin, das erotisch-animalische Costus, Rose, Moschus, warm-holziges Ambergris und Ambrette – im Ergebnis sowohl sinnlich erhaben als auch unbedingt animalisch erdverbunden. Kein Duft für kleine Mädchen und zimperliche Madames, soviel steht fest. Aber was sollte die auch mit dem Bildnis eines Khan verbinden …

Parfums Serge Lutens Muscs Koublaï Khän, 50 ml, limitiert, 89 €. Ab November.

Eigenlob!

Mittwoch, 23. September 2009
beauty-pa 12/08

Produktion: Alke von Kruszynski; Fotos: Inge Prader; Styling: Sergej Benedetter; Haare: Dimitri Dimitrakoudis/ noon individual hair artistic team international; Make-up-Assistenz: Thomas Lorenz; Models: Elise und Marketa/ Nextcompany; Bildbearbeitung: www.malkasten.at

Stinkt Eigenlob, wenn es im Internet passiert? Egal. Heute morgen zur ersten kleinen Tasse Latte (die Sojamilch reichte nicht mehr für den begehrten Humpen) den Weg zum Rechner gefunden, ein bisschen auf Facebook gechattet, zur Lage der Nation und der Alke, und landete irgendwann auf der Seite meines inzwischen begrabenen Ex-Magazins Park Avenue – und man wundert sich: dort ist noch Leben in ihm. Die Leiche zuckt ganz wunderlich vor sich hin, hat Anzeigen, die es vorher nicht hatte, weswegen wir ja alle “abgewickelt” wurden – da stellt man sich Fragen, doch, fürwahr.

Wie auch immer, aus lauter Sentimentalität bin ich zu dieser tollen Make-up-Produktion und meinen gesammelten Style-Kolumnen dort gewandert und hab mich noch einmal aus der Zeitferne gelesen. Und falls ihr noch nie dort wart, es ist amüsant, schaut es euch an, lest – und vielleicht, wer weiß, passiert eines Tages genug auf der Site, dass die Klicks wie die Schock-Paddles bei Grey’s Anatomy wirken und der Leiche wieder Leben entlocken, quasi als Dornröschen des Magazinjournalismus.

Hund, Katze, Haus

Dienstag, 22. September 2009

suchbild-mit-tierWer Katzen in sein Haus nimmt, muss sich in Statusfragen hinten anstellen. Katzen-Menschen knabbern an Vorurteilen wie: verschroben, schrullig, sperrig … und schlimmeres. Ganz anders jene, die einen Hund durchs Leben führen. Die gelten als aufgeschlossen, tierlieb, umgänglich … und besseres.

Mich ficht dergleichen ja nicht an. Ich habe Katzen, weil ich die lieber mag. Und sehe statt dessen als Großstadtmensch mit an, wie Leute sich alle Nase lang Hunde zulegen, die als Welpen superniedlich und tollpatschig und süß sind, aber kaum ausgewachsen, zur Belastung werden. Ständig sollte rein theoretisch für Auslauf und Beschäftigung gesorgt werden, was man aber rein praktisch nicht hinreichend geregelt bekommt, weil der Job, die Freundin, das Ruhebedürfnis, der Urlaub all diesen Hundebedürfnissen ziemlich unaufgeschlossen entgegen stehen. Dann werden die armen Viecherlein neurotisch – und damit nicht unbedingt liebenswerter, und schwupps, beißt sich die Schlange in den Schwanz.

Da lob ich mir Katzen. Die brauchen mich nur, um eine Dose auf zu machen, finden es aber grundsätzlich nett, dass es mich gibt. Sie liegen auf dem Schoß, schnurren fellig um die Beine, wärmen schon mal das Fußende im Bett an, fläzen sich dekorativ herum – sind also gleichmaßen freundlich wie ansehnlich und unabhängig. Und immer für eine Tüte Scherz zu haben.

Ich mag die. Könnte also gut sein, dass ich verschroben, schrullig, sperrig … und schlimmeres bin.

Let’s go crazy for Musc

Dienstag, 22. September 2009

for-her-musc-collection-100_lrEs ist seine Duftsignatur, der Narciso Rodriguez erneut ein Denkmal setzt: Moschus gehört seit der Kindheit des amerikanischen Modedesigners zu seinen favorisierten Aromen, und die erste Duftkreation trug 2003 entsprechend den Namen musc for her. Ein gigantischer Parfüm-Hit, komponiert von Francis Kurkdjian, und alles andere als eines der vielen One-Hit-Wonder, die häufig passieren, wenn ein Modemacher sich im Parfüm-Gewerbe versucht. Im Gegenteil: Rodriguez’ 2007 erschienene Version für den Mann zog (außer Frauen) sogar auch Männer in den Bann, die sich vorher weder trauten noch vorstellen konnten, je zu einem so intensiven Duft zu greifen. Wer daran bis heute zweifelt: aufsprühen, den Tag vorbei ziehen lassen und am Abend dann genug Zeit für den Weg zurück zur Parfümerie einplanen, um den Duft ohne weitere Verzögerung besitzen zu können!

Die neue, seit diesem Monat erhältliche limitierte Edition musc collection kommt als Duo daher – das Weihnachtsfest schickt erste Grüße. Die Damen-Komposition umhüllt den eleganten Moschuskern mit einem weißen Bouquet aus Ylang-Ylang, Jasmin und Orangeblüte, die männliche Variante vereint würzige Iris-Noten und rote Beeren. Ein Augenschmeichler sind die Flakons, gewohnt rechteckig und von innen silbrig lackiert, was dem Rauchglas eine edle Nuance gibt.

Narciso Rodriguez for her – musc collection, EdP intense, 50 ml 78 €

Narciso Rodriguez for him – musc collection, EdP, 50 ml 55 €. Ab September in autorisierten Parfümerien

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