Archiv für den Monat Juli 2009

Sommerfrische, die Erste

Samstag, 25. Juli 2009

halaveli-water-villa-1Ich wär dann mal weg, Monsun-Forschung. Aquamarinwasserqualität, Mantarochenvorkommen, Mückengrößenvermessung – muss sich schließlich auch jemand drum kümmern.

Halaveli und bis demnächst!

Styling-Tools, reloaded

Freitag, 24. Juli 2009

Kampagnen-Girl und It-Bloggerin Cory Kennedy, L.A.Wer Haar und Frisur eine große Rolle in seinem Leben zuteil werden lässt, kommt an bestimmten Markennamen nicht vorbe: Vidal Sassoon, Sebastian, Aveda, Kérastase, um einige zu nennen. Jede davon schöpft aus einer Fülle von Erfahrungen neue Linien und Produkte, die meisten dieser Marken sind mindestens zwei Jahrzehnte im Rennen. Sebastian gehörte in den USA stets zu den hippsten Lieferanten zuverlassiger Profi-Tools und legt ähnlich wie Viadal Sassoon Saison für Saison fulminante Trendkollektionen vor, anhand derer die avantgardistische Philosophie des Hauses sichtbar wird.

In 2009 erlebt Sebastian Professional eine Überarbeitung im Design – und konsequenterweise eine aktuelle Kollektion sowie neue Formulierungen und Angebote: die Sebastian Cult Couture for Hair Collection. Starprodukt – bei Sebastian nennt man sowas Hero-Produkt … – ist wohl für jeden, der sie kennen lernt, die Whipped Creme!

whipped_creme

Dieser Schaum, fein wie Sahne, zaubert Locken selbst in glattes Haar – ohne es trocken und brüchig werden zu lassen. Im Gegenteil, die Styling-Schlagsahne hat sogar pflegende Substanzen. Wer es nicht glaubt: die 28 Euro für dieses Shaping-Produkt (150 ml, das hält bei mittellangem Haar mindestens ein dreiviertel Jahr!) sind hervorragend angelegt, das Resultat wird Zweifler Demut lehren. Allerdings erst ab September, dann sind die neuen Linien Foundation (Shampoos und Conditioner), Flow (Treatments und sanftes Styling), Form (intensives Finish) und Flaunt (Hitzeschutz und Glanz) in Sebastian-Salons deutschlandweit erhältlich.

Issey Miyake: In der Kürze liegt die Duftwürze

Freitag, 24. Juli 2009

bd_edtflacon_lettres_001cmjnIn reduziertem, gewohnt zen-asiatischen Design präsentiert sich der erste Damenduft von Issey Miyake neun Jahre nach Le Feu D’Issey, der in völliger Harmonie mit Flakon und Inhalt ergreifend schlicht “a scent by Issey Miyake” genannt wurde: ein Duft. “Das Einfache und Essentielle, Schönheit ohne Künstlichkeit, Wind über den Bergen Japans” sind die Ideen gebenden Gedanken hinter dem Konzept – und so wundert wenig, dass dem Ergebnis sowohl jede Schwere abgeht als auch eine besonders intensive Verweildauer. Erdiges Galbanum schiebt das Grün von Hyazinthe in den Vordergrund, es folgen mit leichtem Abstand Zitronenverbena, Jasmin und Zedernholz. Die ersten Minuten stellt sich mit Nachdruck der Frühling in den Raum, ein elegantes frühes Picknick in den Farben des nahenden Sommers. Dann liefern sich holzige und Hyazinthen-Noten ein Wettrennen, bis ein leichter Regen die floralen Noten verwäscht und vor allem Jasmin von der Endlichkeit aller Düfte kündet.

Als Verlängerung eines typisch nordeuropäischen Sommers kommt der Launch des Eau De Toilettes, das eine Body Lotion, ein Duschegel und ein Deo begleiten, im September gerade recht.

Issey Miyake a scent, EdT 50, 100 und 150 ml, 63 €, 89 € und 115 €. Body Lotion, 200 ml 36 €. Shower Gel, 200 ml 32 €. Deo Spray, 100 ml 30 €

Halo Taksi

Mittwoch, 22. Juli 2009

dass taxiWer sich weit aus dem Fenster hängt, darf sich nicht wundern, wenn’s auf den Kopf regnet.

Mehr hätte ich dieser Grammatikvergewaltigung nicht hinzuzufügen. Oder doch! Mir ist plötzlich wie Schuppen von den Augen gefallen, dass in diesem Taxi aller Wahrscheinlichkeit der Traum jeder Kontaktanzeigen-Aufgeberin sitzt: Humor vorhanden, kann offenbar über sich selbst lachen, selbständig, mit gewisser Wahrscheinlichkeit Akademiker. Flexible Gestaltung des Beziehungs-Alltags nicht ausgeschlossen, kultrurell informiert, eigeninitiativ. Wenn er jetzt noch Katzen mag und Fußreflexzonenmassage beherrscht – kann er sich ja mal mit Bild melden.

Ruhe vor dem Sturm?

Montag, 20. Juli 2009

Eine erbauliche Nachricht vom Sonnendeck:

In den 70er-Jahren verdiente ein Vorstandsmitglied der Deutschen Bank etwa das 30-fache eines durchschnittlichen Arbeitnehmers in Deutschland.

1997 erhielt er das 50-fache.

1999 das 200-fache.

Und hopps: 2000 schon das 300-fache.

Jetzt schreiben wir 2009.

Für Deutschland-Passagiere mit weniger Fortune sehen die Zahlen anders aus:

6,5 Millionen Arbeitnehmer, mehr als jeder Fünfte aller Beschäftigten, erhalten einen geringen Lohn respektive Niedriglohn (Fachkräfte und Akademiker inklusive) .

Mehr dazu steht hier.

Warum bleibt es im Land bloß so ruhig?

Der Aufrechte Gang vs. Ministry of silly walks

Sonntag, 19. Juli 2009

Vieles von dem, was der moderne Westler so macht, unterzieht er einer subjektiven Prüfung auf Coolness vs. Lächerlichkeit (was auch immer er darunter verstehen mag). Trotz wiederholt höchst zweifelhafter Folgen für ihn und seine Umwelt, um das klar zu stellen. So ist beispielsweise das Tragen von Super-Stilettos, von denen dutzende auch in meinen Schuhschränken leben, ästhetisch mitunter eine Freude, aus der anatomischen Perspektive jedoch ein Super-Gau. Orthopäden, Masseure, Kiesertraining-Trainer, Schuheinlagenhersteller, Krankengymnasten und andere medizinische Sparten – eine Vielzahl von Berufsgruppen beziehen aus dem permanenten Kampf Fuß gegen Schuhwerk ein gesichertes Einkommen. Und nicht nur so offensichtliche Modelle wie High Heels stehen hier in der Kritik. Genau genommen ist von Nike Air über Louboutin und Massai-Latsche bis zum FlipFlop jeder Schuh eine Vergewaltigung dieses so ungemein wichtigen Körperteils – und damit ein Gefahrenpotential für das gesamte menschliche Gebilde. Dazu ein Zitat aus der medizinischen Wissenschaft:

“Der natürliche Gang ist aus biomechanischer Sicht für Schuhträger unmöglich,” schrieb Dr. William A. Rossi 1999 in ,Podiatry Management’. “Der einzigartige menschliche Fuß und der daraus resultierende spezielle Gang, eine beachtliche biotechnologische Leistung, sind das Ergebnis einer 4 Millionen Jahre dauernden Entwicklung. In nur wenigen tausend Jahren und durch ein einziges, nachlässig entworfenes Instrument, unsere Schuhe, haben wir die reine anatomische Form des menschlichen Gangs verzerrt, seine technische Effizienz behindert, indem wir ihn mit Schmerz und Belastungen peinigen und ihm seine natürliche Anmut und somit die harmonische Bewegung von Kopf bis Fuß verwehren.”

Nun funktioniert ja die Erziehung eines so störrischen Wesens wie der Mensch nur in Ausnahmefällen über den Verstand. Seine Gewohnheiten brechen zumeist nur einschneidende Ereignisse. Hier kommt die aktuelle Weltwirtschaftskrise möglicherweise sehr gelegen. Sollte nicht jeder daran interessiert sein, unnötige Ausgaben – der individuellen wie der Staatskassen – zu reduzieren? Als ersten Schritt – gleichzeitig zurück wie vorwärts, das passiert auch nicht alle Tage – in eine neue, gesündere und insgesamt entlastende Zukunft empfehle ich daher dieses revolutionäre Schuhwerk:

vibram

Sicher, sich dazu die jüngste Kollektion eines John Galliano oder Karl Lagerfeld vorszustellen, ist eine Herausforderung. Aber denken wir modisch eher Stella oder Comme des Garçons, ist es auch nicht völlig unvorstellbar, Schuhe wie diese eines Tages auf einem Laufsteg zu sehen. Ich bestell mir jetzt ein Paar, ihr könnt derweil eine Fülle von Argumenten dafür, dasselbe zu tun, einem Artikel des “New York Magazine” entnehmen, den ich definitiv nicht besser und umfassender hätte schreiben können.

Natürlich gebräunt, natürlich geschützt

Montag, 13. Juli 2009
The Organic Pharmacy SPF 25

Strahlenschutz, the eco way

Neulich im Freibad genügten wenige Minuten, um mich daran zu erinnern, warum man mich nie, nie, nie in Freibadbecken sehen wird. Erstens, weil dort hauptsächlich Kinder in mehr oder minder gelungenen Reinlichkeits-Zuständen verkehren. Zweitens, weil erstens, und das in sehr großer Zahl. Und drittens war aus meiner Liegestuhl-Warte bestens zu beobachten, wie die Kinder einander mit den übelsten Sonnenmilchprodukten einander erst einsprühten respektive -cremten – um subito in voller Chemiemontur ins Wasser zu hoppsen. Auch ohne Laborprobe ist nur ein hauchzartes Scheibchen Fantasie vonnöten, um sich vorzustellen, was in dieser Wassersuppe so alles herumschwimmen mag.

Nun sollte zwar Kinderhaut in der strahlungsintensiven Sommerzeit besonders aufmerksam geschützt werden, im wie außerhalb des Wassers. Welche Mutter käme bei dieser Art des kindlichen Umgangs mit Sonnencreme allerdings auf die Idee, seinem Kind ein teures biokosmetisches Produkt in den Rucksack zu packen? Wohl die wenigsten. Schließlich reagieren die lieben Kleinen in der Regel mit ausgiebiger Ungeduld auf so einen kindernervenaufreibenden Prozess wie Eincremen, vor allem, wenn die Creme weißelt, sprich: ohne die üblichen kosmetischen Weichmacher etc. hergestellt wird.

Hier zumindest bietet The Organic Pharmacy mit seiner ökokosmetischen „Cellular Protection Sun Cream SPF 25″ Abhilfe: Für jeden Hauttyp, auch die von Babies, Kinder sowie sehr empfindliche oder irritierte Haut geeignet, hinterlässt sie – einer australischen Erfindung namens farblosem Zink sei’s gedankt – keine weißen Rückstände. Erhältlich ist die Creme auch mit LSF 18, der allerdings für Kinder ohnehin immer zu niedrig ist!
Ins Meer jedoch tauche sogar ich gelegentlich ein, allerdings bevorzugt im Wortsinn. Hier sind Rückstände von Sonnenschutzmittel ob ihrer Auswirkungen auf die marine Fauna und Flora ein brisantes Thema. Ob die Sonnenschutz-Linie von The Organic Pharmacy für die Nutzung in Tauchgebieten geeignet ist, zu deren Schutz nachhaltig operierende Tauchbasen mittlerweile auf die Verwendung biologisch abbaubarer Sonnenschutzmittel hinweisen, werde ich daher nach Möglichkeit später an dieser Stelle beantworten.

The Organic Pharmacy Cellular Protection Sun Cream SPF 25/18, 100 ml  59,50 €

Clarins will Haut ab 30 vor Falten schützen

Samstag, 11. Juli 2009

4-packshot-multi-active-jour-fluide-lissant-rides-precoces-e28093-multi-active-day-early-wrinkle-correcting-lotion2-packshot-multi-active-serum-peau-neuve-multi-active-skin-renewal-serum-packshotTrau keiner über 30? Blödsinn. Haut, deren Jugendlichkeit erste Rückschläge hinnehmen muss, steht Clarins mit seiner neu formulierten Aktiv-Pflege Multi-Active Jour bei, deren Hauptwirkstoffe anregende Pflanzenextrakte sind. Sie sollen nicht nur das Auftreten neuer Altersspuren bremsen, sondern selbst vorhandene korrigieren können. Zwei glättende Cremes für trockene und normale sowie Mischhaut, das Sérum Peau Neuve, ein Creme-Fuid mit SPF 15 sowie ein Creme-Gel übernehmen die Aufgabe, kontinuierlich abnehmende Hautfunktionen anzukurbeln und zu unterstützen; externe Schädigungs-Faktoren wie Licht, Luftverschmutzung und Stress werden zusätzlich abgeblockt. Das Leben geht mit 30 ja erst in die Vollen!

Clarins Multi-Active Jour, Cremes, Gelée und Fluide je 50 ml ca. 49 €, Serum 30 ml ca. 55 €

Alle tot. Irgendwie.

Samstag, 11. Juli 2009

Musik, die Herzen bewegt.Eben lese ich, dass nach den jüngsten mehr (MJ) und weniger (FF) von der Weltöffentlichkeit betrauerten Todesfällen in Hollywood ein Massensterben unter amerikanischen Prominenten einsetzte.

Auf Twitter, dem Wenig-Worte-Medium, starben in nicht chronologischer Reihenfolge Jeff Goldblum, dem eine Klippe an seinem neuseeländischen Drehort zum Verhängnis wurde, gefolgt von Natie Portman, die dortselbst ebenfalls ins Stolpern kam. Zur ewigen Ruhe betten die Tweets außerdem Britney Spears, Elene DeGeneres und das Disney-Gummigesicht Miley Cyrus, die allerdings nur einem sehr jungen und offenbar sowieso schmerzbefreiten Generations-Abschnitt irgendwie abgehen würde. Älteren Semestern musste dann kurzzeitig der Atem stocken, als Harrison Ford und George Clooney in die Ewigen Jagdgründe eingingen, letzterer als Folge eines Flugzeugabsturzes in Colorada, ausgerechnet.

Sind aber alle noch am Leben, voll alive and kickin’, also, genauso wie all die übel gekleideten Besucher des heutigen Schlagermoves in Hamburg, von denen mir ganz genau nicht einer fehlen würde, wenn jetzt etwas ganz Schlimmes passieren und ein Beam-them-up-Strahl Außerirdischer 390 von 390 Schlagermovianer-Paradewagen treffen würde. Aber wahrscheinlich ist das ebenso wenig real wie das ganze Gepiepse auf Twitter.

Mal was Neues: Orangen, die auf Männern blühen

Mittwoch, 08. Juli 2009

Artisan. Für Männer.Der amerikanische Männermodeschöpfer John Varvatos hat als dritten Duft nach John Varvatos  und Vintage mutig einen Weg beschritten, dem zuvor nicht unbedingt oft Erfolg beschieden. Statt der gängigen Männer-Einerlei-Düfte – holzig, aquatisch, würzig, fertig – ist ihm mit John Varvatos Artisan ein kleines Kunsstück gelungen. Konzipiert als “langes Sommer-Wochenende” in Duftform, behält das Eau De Toilette auch nach dem Abklingen der ersten Aromen – von sizilianischer Clementine über Tangerine, Myrrhe und Lavender – sein oflaktorisches Gewicht, ohne wie manch anderes Orangenblüten-orientiertes Wässerchen ins Seifige zu rutschen. In der Herznote von Artisan findet man Orangenblüte, Blüten des Currybaums und Ginger, für die Basis wählte der Parfümeur Rodrigo Flores-Roux (inzwischen schon eine Art Haus-Designer der Varvatos-Parfüms) Holznoten sowie Kephalis, eine beständige, holzig-amber-hafte Note, die gut mit floralen Aromen harmoniert.

Herausgekommen ist, was Varvatos sich im Bestfall wünschen konnte. Während viele der Modedesigner-Düfte den sicheren, aber auch langweiligen Weg des verwechselbar Immergleichen gehen, was zwar den Markennamen hübsch aufladen kann, aber selten Parfümgeschichte schreibt, gehört der Rock-Fan Varvatos zu den löblichen Ausnahmen. Echte Männer, die ihre Identität nicht gleich an einen Duft verlieren, sind bei diesem Neuzugang diesen Sommer – und gewiss viele danach – sehr gut aufgehoben.

Und hatte ich erwähnt, dass er auch sehr gut zu Frauen passt? Oder in seinem Flecht-Flakon eine sehr selbstbewusste Badregal-Dekoration abgibt?

John Varvatos Artisan, Eau de Toilette 125 ml, 68 €, 75 ml, 53 €

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