Shopping für Sparsame

18. August 2010

In den Warenkorb legen …

In den Warenkorb legen …

Ich spare. Sogar so sehr, dass nach spärlich besuchten letzten Mode-Saisons diese komplett ohne mein Zutun stattgefunden hat. Weil das bei aller Verzichts-Vorbildlichkeit auch frustrierende Momente hat, habe ich ein allgegenwärtiges Allheilmittel für den Konsumentzug: the internet.

Hier drücke ich die Shopping-Nase an virtuelle Schaufenster, blättere in eMags zur Inspiration und bummele durch Web-Boutiquen. Ich drehe Bilder von politisch unkorrekten Pelzjacken, unerschwinglichen Taschen, irren Schuhen, für Hamburg zu wilden Kleidern und variiere die Farben, bis ein Klick die Traumteilchen in meinen Warenkorb packt. Dann tingele ich in die Amazon.de-Abteilung für Haushaltsgeräte, fahre meine Maus kurz bei Mercedes oder Skoda vorbei (ja, im Moment parkt der knuffige Yeti oben auf meiner Favoritenliste!), ich wühle aus der Tchibo.de-Kiste ein Yoga-Teilchen heraus und reserviere einen ökologisch einwandfreien Echtholzboden für meine Küche.

Wer noch Tränen über das (zu Unrecht als erledigt abgehakte!) Wirtschaftselend übrig hat: Shopping-Touren im Internet sparen Geld. Säckeweise. Notgroschen und Altersvorsorge hält rund und stattlich, wer ein einfaches Rezept befolgt. Ich habe es in schlaflosen Nächten vor dem Monitor entwickelt und OSB genannt: Online Shopping Bulimie. Die einzige Form von Freßkotzanfällen, die nachhaltig gut tut.

Die Zutaten:

1 internetfähiger Computer (Apple, sieht besser aus)

gut und gern 1 GHz Prozessorleistung

1 - 10 Kaufinteressen (ergeben durchschnittlich 100 Website-Aufrufe)

ausreichend Arbeitsspeicher (für gleichzeitiges Shoppen in diversen Onlineläden)

Zeit nach Belieben

1 Getränk (mindestens 0,5 Liter, aber um kein Risiko einzugehen: alkoholfrei!)

1 Schale fettfreies, gesalzenes Popcorn

nach Wahl: 1 Kreditkarte

Die Vorbereitungen:

Nehmen Sie vor dem Computer Platz und meditieren Sie kurz darüber, welche Produktwelt im Moment absolut unvermeidbar erscheint. Irgend etwas fehlt ja immer: Im Schrank hängt nicht ein Kleid in der Saisonfarbe, Schuhe sind da, aber merkwürdigerweise nie die richtigen, in Sachen Weihnachten wollte man schon immer heute an Morgen denken, oder wie wäre es mit einer Digitalkamera, die ist bei Amazon.de interessanterweise täglich im Sonderangebot. Geben Sie dann Ihr Kaufziel in Stichworten bei Google ein. Wer glaubt, wunschlos glücklich zu sein, aber einen Beweis braucht, kann sich auch in die unendliche Weite des Internets fallen lassen, vielleicht bleibt im Netz der Netze ja irgendein Fang hängen, der den Zweifel hinreichend zu nähren vermag.

Freuen Sie sich nun bewusst darüber, dass Ihnen niemand in den Hacken steht mit der Frage, ob Sie beim Einkauf allein zurecht kommen. Klicken Sie entschlossen alle Links an, deren Seiten ansprechend genug gestaltet worden sind, um Ihre Aufmerksamkeit zu verdienen. Klicken Sie dagegen rückhaltlos alles weg, wo man Ihr Geld und Ihr Engagement nicht zu würdigen weiß: Da die Transparenz des Internets so ziemlich alle Preise nivelliert, hat man es nicht nötig, sich durch billige, schlecht gewartete und stümperhaft zusammengedengelte 1.x-Seiten zu quälen. Einzige Ausnahme: Spezialinteressen. Stellen Sie Getränk und Popcorn in Reichweite, man weiß ja nie, wie lang man bummeln geht. Hochleistungs-Shopper (Training, Training, Training, Leute!) legen außerdem Ihre Kreditkarte neben die Tastatur.

Der Einkauf:

Sobald Google Ihnen ein Menü appetitlicher Angebote dargeboten hat und Sie – reiner Spaß an der Freud – vielleicht noch den günstigsten Anbieter mit den besten Kaufbewertungen gefunden haben, hauen Sie rein. Seien Sie hemmungslos, das Zeug wiegt schließlich nichts. Christian-Louboutin-Sonderanfertigungen, Cocktail-Kleider von Zac Posen und Taschen von MiuMiu und Marni (www.net-a-porter.com), ökologisches Waschmittel, das selbst die LOHAS-Prominenz in die Trommel kippen würde (www.ecover.com), ein Surfboard-Teakstuhl, brandneu antik, aus Indonesien (www.balifurnish.com) oder Sammlerpretiosen (www.christies.com) – möge Ihr Appetit grenzenlos sein. Stopfen Sie sich so richtig voll. Aber bleiben Sie nüchtern! Kurz vor Knapp brauchen Sie nämlich Nerven.

Der Gang zur Kasse:

Hier trennt sich die OSB-Spreu vom OSB-Weizen. Feiglinge und solche, die würgen, aber nicht brechen können, sollten aufhören. Aufstehen, einatmen, ausatmen, zu Bett gehen. Nur echte, wahre und durch und durch verdorbene Online Shopping Bulimiker gehen den ganzen Weg, bis zum intimsten Dateneintrag: Bankverbindung, Kreditkartendetails, Lieferadresse, Mobiltelefonnummer und im unvermeidlichen Pop-up-Fenster noch die Kundenzufriedenheitsbefragung inklusive Altersangabe und Offenlegung des Freizeitverhaltens, falls vorhanden. Ziehen Sie blank, erleben Sie den Rausch des total transparenten Einkaufs. Werfen Sie die Euro-Scheinchen mit beiden Händen auf der Tastatur zum Monitor raus, ob 100 oder tausende, ganz ohne Reue und Schuldenberater. Denn zum schönen Schluss kommt …

… die Ersparnis:

Denn jetzt kotzen Sie jetzt das ganze Gerumms zurück in den digitalen Orkus. Loggen Sie aus. Quit, Command-Q und wie immer man auf Windows-Dosen mit seinem Browser Schluss macht. Und falls Ihnen doch etwas durchrutscht, das einige Tage später dann in der Paketannahmestelle des Vertrauens Staub fängt: Schicken Sie es zurück. Kostet wieder nichts. Gibt aber den Deutsche-Post-Aktien einen Schub. Ein bisschen echtes Wirtschaftswachstum hie und da kann nicht schaden, auch, um sich bei Zeiten wieder an den wirklichen Konsum-Tropf hängen zu können.

Diddl-Maus für Erwachsene (und Kranke, Greise, Außerirdische …)

20. Juni 2010
In Geschmacksangelegenheit schrecklich verwandt: Audigier & LaToya

Es ist nicht alles Gold, was glänzt: Audigier und LaToya treten den Beweis an

Neulich war der selbsternannte King of Design (schudder), der US-Franzose Christian Audigier zu Gast in Hamburg, um eine weitere seiner Ed-Hardy-Design-Eingebungen in den Produktmarkt zu erbrechen. Der Mann aus ärmlichen Verhältnissen, unglücklicherweise ausgestattet mit einem ungesunden Hang sowohl zur Selbtsterhöhung als auch zur Verbraucherabzocke, ließ sich dafür am helllichten Mittag mit wummernder Disco-Mucke in einem Nachtclub hofieren, dort von einem amorphen Trupp meinungsloser Langhaar-Schnecken abfotografieren und danach zurück in irgendeine der 5-Sterne-Suiten der Hansestadt chauffieren. Das Ganze absolviert mit einem Gesichtsausdruck, der in den 80er-Jahren noch irgendwie normal gewesen wäre (blasiert, snobby, eingebildet, demonstrativgelangweilt – gähn). Der aber heutzutage so gar nicht mehr ins Credibility-Bild passt.

Davon lässt sich augenscheinlich nur noch eine intellektuelle Unterschicht beeindrucken – eine, die seine billige Neuewelt-Weine kauft (die Flaschen mit dem immergleichen Tattoo-Motiven “verschönert”), seine billigen Kerzen (ohne Duft, dafür mit den immergleichen Tattoo-Motiven “verschönert”), billigen Parfüms (egal duftend, dafür mit den immergleichen Tattoo-Motiven “verschönert”), Garderobe jeder Art (ohne modische Idee, dafür mit den immergleichen Tattoo-Motiven “verschönert”) usw. usf.

Christian Audigier, da mache man sich nichts vor, ist die Diddl-Maus der Erwachsenenwelt. Aber ein “King of Design” höchstens in der geschmacklichen Unterwelt.

Es gibt Momente, da kommt es mir vor, als wäre ich schon gefühlte 100 Jahre zu lang auf dieser Welt. CA hat mir einen davon beschert. So es in meiner Macht liegt, wird es der letzte gewesen sein.

True Blue

28. Mai 2010

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Sie sind blau, knackig – und riechen, wenn sie ihren eigentlichen Sinn erfüllt haben, streng. Haben sie ihren uneigentlichen Sinn erfüllt, feixt sich das müde Mütterchen eins. Ihr little darling trägt diesen Sommer die limitierten, momentan nur in den USA erhältlichen Denim-Windeln von Huggies.

Nachdem der unumgängliche, sich selbst totreitende Christian Audigier für Ed Hardy schon Tattoo-verzierte Windeln in Umlauf bringt und Wrangler entsprechende Jeans-Modelle entworfen hat, um sich früh eine neue Käuferschicht zu erziehen, holt jetzt Amerikas Marktführer Huggies mit dieser Windel-Sonderedition auf. Die Pole Peergroup Position in der Pekip-Gruppe dürfte mit den Babytoiletten im Denim-Look als sicher gelten. Ob man als Elternteil damit ernst genommen wird – ist zu bezweifeln, aber höchstwahrscheinlich eh egal, dauergrinsende Mamis und Papis erschüttert bekanntlich wenig in ihrer Spezial-Glücksblase.

Von wegen: Sex and the Cougar

21. Mai 2010

“Sex and the City”: Warum man Kim Catrall vom Cover warf - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama.

Ich musste diesen Artikel aus zwei Gründen unbedingt posten. Weil ich das Wort “Schuhdramolett” einfach zu gut fand, um es nicht noch weiter zu verbreiten, als es Spiegel Online schafft. Und weil ich seit Kindertagen Puma-Fan bin (nein, ich habe noch keinen nordamerikanischen Schamanen zu möglicherweise vorhandenen Reinkarnations- oder Naturgötter-Implikationen befragt …).

Deshalb fühle ich da ganz mit Frau Cattrall, die es auch nicht leiden kann, wenn die dummen platten Frauen- und Sonstwie-Medien dem Puma eine “negative Konnotation” verpassen. Obwohl, das haben einige noch blödere Frauen längst ohne Hilfe von außen erledigt, wie man an den dubiosen Cougar-Event-Unternehmungen weltweit ablesen kann.

Kim, ich fürchte, wir kommen zu spät.

Bin ich froh, dass meiner ein Junge ist!

20. Mai 2010

Hätte mir auch passieren können

Mode, wenn man sie aus meiner altersgeläuterten Perspektive betrachtet, ist zweierlei vergänglich. Zum einen natürlich (und so kennt das jeder), weil sie so extrem schnelllebig geworden ist, dass man morgen schon das eben erst Gestrige bereits als neues Retro zu feiern scheint. Zum anderen hat man irgendwann einige Dekaden Mode auf dem Buckel, und dann ermüden auch die Interessiertesten ein wenig. Ich zum Beispiel nehme den Modezirkus zwar schon berufshalber aufmerksam zur Kenntnis. Beziehe ihn aber nur noch eingeschränkt auf mich. Mit anderen Worten: Ich mache längst nicht mehr alles mit, sondern lehne mich entspannt  in meinem Stil zurück und picke aus dem überbordenden Angebot-Büffet hie und da mal eine Style-Rosine heraus. Alles andere scheint in der einen oder anderen Variantion eh in meinem Schrank zu hängen.

Weil aber Shoppen lustig und Nur-Bummeln nicht immer erfüllend ist, habe ich meine Kaufausflüge an die Bedürfnisse meines Nachwuchses gekoppelt. Der Gott-sei’s-gepriesen männlich ausgefallen ist. Sonst wäre ich heute wohlmöglich ebenso gaga wie die Mutter, die diesen Blog betreibt. Ich will gar nicht lang von den Idioten anfangen, die wahrscheinlich sabbernd vor ihrem Monitor sitze und die Bildchen behecheln. Aber ich würde sehr gern der Verrückten ans Herz legen, bitteschön einen Sparfonds einzurichten für all die Therapeutenhonorare, die dieses schwerstkonditionierte Püppchen eines Tages zahlen werden muss, um sich ein Bild davon machen zu können, wer hinter all den zurechtgebastelten Fassaden vielleicht sie sein könnte.

Hot Panties

13. Mai 2010

maiden

Das Wetter will einfach nicht werden – die für den Mai üblichen Temperaturen jedenfalls finden irgendwo anders, ich befürchte, oberhalb der Aschewolke des Eyjafjallajökull statt.

Das hat zwar relativ angenehme Auswirkungen auf das aktuelle Vatertagsbarometer vor meiner Haustür. Ich will mich über ausbleibendes Trunkenheitsgegröhle nicht beklagen. Aber damit die Herren künftig gänzlich zuhause feiern, hätte ich für sie ein attraktives Angebot: heisse Ware von Strumpet & Pink.

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cheer-leader

Die bittersüßen Entwürfe der englischen Dessous-Manufaktur (!!), wo man offensichtlich die heissesten Höschen dies- UND jenseits des Äquators zusammennäht und -häkelt, dürften selbst die Härtesten unter der Sonne dahinschmelzen lassen. Eagl, wie kalt es draußen ist.

FREUDE, direkt um die Ecke

19. April 2010

Freude, groß geschrieben, ist ein rares Gut. Vor allem auf dem Weg ins Büro. Trotzdem konnte ich eben da grad nicht anders, als mich total freuen.

Wem dieser Ausbruch an Frühling nicht das Herz öffnet, muss wirklich ein armes Schwein sein.

Easter Buns

04. April 2010

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Rechtzeitig zum Fest der Wiederauferstehung hätte ich für Männer, denen das Haar gen Eierkopf-Look schwindet, eine interessante Empfehlung:

Der von mir aus nahe liegenden Gründen  “Bun” getaufte Frisurentrend, eine gleichermaßen individuelle wie nonkonformistische Alternative zur Komplettkopfrasur, begegnet dem fortschreitetenden Verlust des Kopfhaars spielerisch und dabei souverän. Mehrheitlich wird das Bun-Büschel dort getragen, wo Männern auch bei stark fortgeschrittenem Haarverlust noch Reste stehen, doch mit ein bisschen Fantasie und ruhiger Rasiererführung sind, wie man sehen kann, dem Erfindungsreichtum kaum Grenzen gesetzt.

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Ich packe meinen Koffer…

12. März 2010
Shortcut in den Frühling

Shortcut in den Frühling

… und das muss mit: Im Beauty-Part meines Blogs stelle ich in einem heroischen Tipp-Kraftakt dieses Wochenende alles ein, was meiner maßgeblichen Meinung nach in einen Koffer nach Goa gehört. Während Meike Winnemuth in ihrem vorzüglichen Blog Das Kleine Blaue davon berichtet, was sie an Überflüssigem alles wohin weggibt, versuche ich mich für einen Zweiwochentrip dorthin, wo die Sonne immer scheint, in einigermaßen vertretbarer Pack- und Nutzökonomie. Ganz ehrlich: Ich bin selber schon gespannt, auf wie viele Kilo ich dabei komme.

Orakeldienst: viel Tuch, viel Sommer

06. März 2010
Knietief in den Winter gestiefelt. Fehlkauf an Meistbietenden zu vergeben

Knietief in den Winter gestiefelt. Fehlkauf an Meistbietenden zu vergeben

Den Menschen, heißt es ob ihrer Ohnmacht angesichts zunehmender Katastrophen, sei der natürliche Instinkt verkümmert, die Verbindung zur Natur im Gesamten abhanden gekommen. Und sicher mangelt es den meisten vor lauter Entwicklung angeblicher Individualität am Wissen, dass wir Teil eines Größeren sind; das zu erkennen scheint nur noch wenigen gegeben. Wenn um ihn herum Ratten das sinkende Schiff verlassen, Klein- und Großvieh das Weite sucht, bleibt der Mensch meist dümmlich konstatierend und mit gezückter Handykamera stehen, filmt und twittert gerade noch und wird sodann von eben jener Gefahr hinweggespült, vor der die Tiere sicher Reißaus genommen haben.

Aber nicht allein Katastrophen belegen diesen Instinkteverfall. Auch überaus weltliche Phänomene wie etwa die zunehmende Abwesenheit von Schuhen bei gleichzeitigem überproportionalen Auftauchen von Stiefeln hätten als warnender Hinweis auf Klimaverschiebungen verstanden werden können. So steigt zwar seit mindestens drei Jahren meine Not, überhaupt noch Verstaumöglichkeiten für die vielen Modelle zu finden, die sich inzwischen angesammelt haben. Und auf den Straßen ist unverkennbar, dass ich damit nicht allein bin. Seit mindestens 2 Jahren heißt die Uniform: Shirt über Röhre in Stiefeln. Wahlweise und slightly femininer: Hängerkleid oder Rock, Legging, Stiefel. Und trotzdem hat angesicht von derart vielen Winter- sowie seit 2 Jahren noch Sommerstiefeln niemand geschaltet und daraus den Schluss gezogen, rechtzeitig größere Depots an Streusalz anzulegen. Dass wir die Stiefel nämlich einmal brauchen würden, um modisch durch den ungewöhnlich langen Winter zu kommen, hätte uns auffallen können. Wenn, ja, wenn wir bloß nicht so schrecklich entfremdet wären.

Ich werde meine Sinne ab sofort nachhaltig sensibilisieren und mich in der Kunst üben, derartige modische Auffälligkeiten zu decodieren, gesamtgesellschaftlich zu interpretieren und in entsprechende Frühwarnungen münden zu lassen. Diesen Sommer zum Beispiel überziehen alarmierend viele Tücher und Schals die Konsumwelten. Wohin man schaut, kopieren Modeschöpfer wie wild Hermès und werfen Lastwagenladungen voller Schals und Tücher auf den Markt. Und so wage ich die Prognose: Der Sommer wird Jahrhundert-heiß. Kauft Tücher, Sonnencremes, Brillen, Handfächer und schattige Plätzchen. Ich sehe derweil zu, dass ich noch ein Büdchen mit Laufkundschaft zur Miete auftreibe, einen talentierten Italiener reinstelle und endlich reich mit Eis werde.

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